September 30, 2026
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Perfekt: Camavinga unterschreibt Vertrag bei Borussia Dortmund – “Eine neue Ära beginnt”

 

DORTMUND – Borussia Dortmund hat den spektakulärsten Transfer des Jahrzehnts perfekt gemacht. Eduardo Camavinga, der französische Nationalspieler, wechselt mit sofortiger Wirkung von Real Madrid zu den Schwarzgelben. Der 23-jährige Mittelfeldstar unterschrieb am Dienstagmorgen einen Vertrag, der bis zum 30. Juni 2030 läuft.

 

Die Ablösesumme beläuft sich Medienberichten zufolge auf 65 Millionen Euro Garantie plus bis zu 20 Millionen Euro an leistungsbezogenen Bonuszahlungen. Damit steigt Camavinga zum teuersten Zugang der Dortmunder Klubgeschichte auf. Sein Jahresgehalt liegt bei 18 Millionen Euro – ebenfalls ein neuer Rekord für Borussia Dortmund.

 

Der Vertrag: Details und Klauseln

 

Der Fünfjahresvertrag (mit einer Option auf ein weiteres Jahr) enthält mehrere bemerkenswerte Klauseln. Eine Ausstiegsklausel in Höhe von 150 Millionen Euro greift erst ab der Saison 2028/29 und nur für Vereine außerhalb der Bundesliga. Real Madrid sicherte sich eine zehnprozentige Weiterverkaufsbeteiligung. Die Bildrechte werden fifty-fifty zwischen Spieler und Klub aufgeteilt – eine Rarität beim BVB.

 

Sport-Geschäftsführer Sebastian Kehl strahlte bei der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag: „Eduardo Camavinga ist ein Spieler, der für alles steht, was Borussia Dortmund ausmachen will: dynamisch, intelligent, unermüdlich und mutig. Einen Champions-League-Sieger und WM-Finalisten in diesem Alter zu uns zu holen, ist ein Statement. An die Liga, an Europa, an die ganze Welt.“

 

Camavinga: „Ich will meine eigene Geschichte schreiben“

 

Camavinga selbst erschien im dunklen Anzug mit gelbem Schal. Überraschend begann er auf Deutsch: „Ich bin sehr glücklich. Ich habe die Sprache gelernt, weil ich diesen Verein und diese Liga immer respektiert habe. Bei Real Madrid habe ich alles gewonnen. Hier kann ich etwas Eigenes aufbauen.“

 

Auf die Frage, warum er den amtierenden Champions-League-Sieger verlässt, antwortete er: „Ich bin 23. Ich will jede Woche spielen – auf meiner besten Position als Achter von Box zu Box. Bei Madrid wurde ich oft als Sechser oder sogar Linksverteidiger eingesetzt. Das ist nicht mein bester Platz. Bei Dortmund bin ich der Chef im Mittelfeld. Das ist das, was ich will.“

 

Nuri Şahins neue Taktik

 

Trainer Nuri Şahin, selbst einst Weltklasse-Mittelfeldspieler beim BVB, zeigte sich begeistert: „Letzte Saison fehlte uns dieser Spieler, der Linien durchbrechen kann mit und ohne Ball. Eduardo ist dieser Spieler. Er ist linksfuß, aber rechts fast genauso stark. Er wird unsere Herzhälfte sein.“

 

Şahin bestätigte, dass Camavinga im Zentrum an der Seite von Emre Can und Felix Nmecha spielen wird. „Wenn wir verteidigen, ist er unser Jäger. Wenn wir angreifen, unser Träger. So einfach ist das.“ Camavinga erhält die Rückennummer 6 – die Nummer von Matthias Sammer und zuletzt Mats Hummels.

 

Reaktionen aus der Fußballwelt

 

Real Madrids Trainer Carlo Ancelotti zeigte sich bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Madrid fassungslos: „Eduardo ist ein wunderbarer Junge und ein fantastischer Profi. Natürlich sind wir traurig. Aber er wollte jede Woche Held sein. Das konnten wir ihm hier nicht garantieren. Ich wünsche ihm alles Gute – außer wenn er gegen uns spielt.“

 

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps äußerte sich vorsichtig optimistisch: „Die Bundesliga ist körperlich anspruchsvoll. Das könnte uns sogar helfen. Er wird noch bereiter sein für die nächste WM.“

 

In Deutschland überschlugen sich die Experten. Lothar Matthäus schrieb bei Sky: „Der wichtigste Bundesliga-Wechsel seit Toni Kroos zu Bayern – aber mit mehr Potenzial, weil Camavinga jünger ist.“

 

Nur vereinzelt gab es Kritik. Der frühere BVB-Manager Michael Zorc sagte im Radiosender 91.2: „Er verlässt den besten Klub der Welt für einen Klub, der seit über einem Jahrzehnt keine Meisterschaft mehr gewonnen hat. Der Druck wird enorm sein. Ich hoffe, ich liege falsch.“

 

Der erste Auftritt

 

Noch am Dienstagnachmittag trainierte Camavinga erstmals mit seiner neuen Mannschaft. Sein Debüt soll am Samstag gegen RB Leipzig stattfinden. Bereits am Mittwoch ist ein öffentliches Training auf dem BVB-Gelände geplant, zu dem tausende Fans erwartet werden.

 

Der Kartenvorverkauf für das Leipzig-Spiel brach am Dienstagnachmittag kurzzeitig zusammen – der Andrang war so groß. Die Dortmunder Geschäftsstelle meldete innerhalb von vier Stunden über 10.000 neu verkaufte Trikots mit Camavingas Namen und Nummer 6.

 

Das große Ziel: Die Meisterschaft

 

Auf die Frage nach seinen Saisonzielen war Camavinga klar: „Die Meisterschaft. Nicht Platz eins bis vier. Die Meisterschaft. Und mindestens das Champions-League-Halbfinale. Ich bin nicht gekommen, um Zweiter zu werden. Ich bin gekommen, um zu gewinnen. Und wenn ich eines Tages nach Madrid zurückkehre, dann sollen sie sagen: Das ist der Spieler, den wir geformt haben.“

 

Kehl fügte hinzu: „Wir haben noch nie einen Vertrag wie diesen gemacht. Aber Eduardo ist kein normaler Spieler. Das ist ein Spieler, der ein Champions-League-Finale gestartet hat. Er hat Lionel Messi, Kevin De Bruyne und Phil Foden in K.o.-Spielen gemanagt. Wenn du so jemanden bekommen kannst, musst du deine eigenen Regeln brechen.“

 

Ein neues Kapitel

 

Am Abend posierte Camavinga noch einmal allein auf dem Rasen des Signal Iduna Parks. Gelber Schal, Regen, 25.000 verkaufte Dauerkarten – das Bild ging innerhalb von Minuten um die Welt.

 

In Dortmund, der Stadt, die für ihren Fußball lebt, hat ein neuer König Einzug gehalten. Ob er einen Thron baut oder nur durchreist, wird die Zeit zeigen. Aber an diesem Dienstag im Juni träumte Borussia Dortmund wieder – so groß wie seit Jahren nicht mehr.

 

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